Weniger Leistung, verdächtige Pop-ups und ungewöhnliche Kontoaktivitäten können Anzeichen dafür sein, dass dein Computer gehackt wurde. Da diese Anzeichen manchmal subtil sind, werden sie leicht übersehen.
Wenn du sie aber frühzeitig erkennst, kannst du den Schaden erheblich minimieren. Schauen wir uns mal an, wie du die Warnsignale erkennst, was du als Nächstes tun solltest und wie du zukünftige Angriffe verhindern kannst.
6 Anzeichen, dass dein Computer gehackt wurde
Wenn dein Computer gehackt wurde, wirst du wahrscheinlich ein paar Warnzeichen bemerken – manche sind offensichtlicher als andere. Hier sind ein paar verdächtige Anzeichen, auf die du achten solltest:
Weniger Leistung
Wenn dein Computer plötzlich langsam wird, könnte das ein Zeichen dafür sein, dass er gehackt wurde. Websites brauchen viel länger zum Laden, Dateien oder Anwendungen werden nur langsam geöffnet, oder dein Computer kann bei einfachen Aufgaben sogar einfrieren oder abstürzen. Vielleicht hörst du auch, wie der Lüfter auf Hochtouren läuft, oder bemerkst, dass dein Browser langsam wird, selbst wenn du gar nicht viel machst.
Ein langsamer Computer liegt oft am Alter oder an zu vielen Dateien, es kann aber auch an Malware liegen, die Hacker bei einem Angriff eingeschleust haben. Sobald diese Programme in deinem Betriebssystem sind, führen sie versteckte Prozesse aus, die Ressourcen wie CPU, Speicher und Bandbreite fressen. Beispielsweise belasten Malware-Programme zum Sammeln von Daten den Speicherplatz und die Bandbreite, da sie im Hintergrund Dateien scannen, kopieren und hochladen.
Unbekannte Programme oder Pop-ups
Wenn du neue, unbekannte Apps, Browser-Erweiterungen oder Pop-ups findest, könnte das bedeuten, dass jemand an deinem Computer rumgespielt hat. Hacker installieren oft zusätzliche Software aus verschiedenen Gründen, wie zum Beispiel:
- Hintertüren oder Fernzugriffstools, mit denen sie sich auch nach einem Neustart oder einer Passwortänderung wieder in dein Gerät einschleichen können;
- Spyware oder Keylogger, die heimlich deine Anmeldedaten stehlen, deine Browser-Aktivitäten tracken oder persönliche Dateien kopieren;
- Würmer oder andere netzwerkbasierte Malware, die andere Geräte infizieren, die mit demselben Netzwerk verbunden sind.
In diesem Fall bemerkst du möglicherweise neue Desktop-Verknüpfungen, unbekannte Software in deiner Liste der installierten Programme oder Hintergrund-Apps, die beim Starten deines Computers automatisch ausgeführt werden. Möglicherweise werden dir auch gefälschte Antiviren-Meldungen angezeigt, die dich dazu auffordern, „Fehler zu beheben“, „Bedrohungen zu entfernen“ oder „dein Abonnement zu verlängern“. Manchmal erscheinen diese sogar, wenn dein Browser gar nicht geöffnet ist.
Plötzliche Passwortänderungen
Wenn deine üblichen Anmeldedaten nicht mehr funktionieren oder du aus deinen Konten ausgesperrt wirst, kann das ein deutlicher Hinweis darauf sein, dass dein Computer kompromittiert wurde. Vielleicht erhältst du E-Mails zum Zurücksetzen des Passworts, die du nicht angefordert hast, bemerkst eine neue Wiederherstellungs-E-Mail oder Telefonnummer in deinem Konto oder siehst Anmeldeversuche von seltsamen Orten oder Geräten.
Das kann passieren, wenn Malware deinen Computer infiltriert und gespeicherte Passwörter stiehlt oder sie abfängt, während du sie eintippst. Sobald Hacker diese Zugangsdaten haben, können sie sich anmelden, Passwörter ändern und dich aussperren, um die Kontrolle über deinen Computer aus der Ferne zu übernehmen. Von da an können sie deine gehackten Konten nutzen, um Daten zu stehlen, Malware zu verbreiten oder sogar in deinem Namen Phishing-Betrug begehen.
Ungewöhnliche Kontoaktivitäten
Ein weiteres Anzeichen dafür, dass dein Computer gehackt worden sein könnte, sind unerklärliche Aktivitäten in deinen Konten. Weil dein Computer sensible Daten wie Anmeldeinformationen, gespeicherte Zahlungsdaten und Online-Kontoeinstellungen speichert, könnten irgendwelche Unregelmäßigkeiten in deinen Konten darauf hindeuten, dass jemand nicht nur deine Konten, sondern auch deinen Computer manipuliert.
Achte auf Folgendes:
- E-Mails, Nachrichten oder Social-Media-Posts, die du nicht geschrieben hast;
- Anmeldungen von IP-Adressen (Internet Protocol), Geräten oder Ländern, die du nicht kennst;
- Neue Dateien tauchen auf oder alte verschwinden;
- Käufe, Überweisungen oder Abo-Änderungen, die du nicht genehmigt hast;
- Neue Kontakte, Freunde oder Follower, die unerwartet auftauchen.
Überraschende Antiviren-Warnungen
Ignoriere die Warnungen von deinem Antivirus-Programm nicht – diese können frühe Anzeichen für gefährliche Aktivitäten auf deinem Computer sein. Du solltest zwar alle Warnungen ernst nehmen, aber als unbekannt markierte Bedrohungen solltest du besonders vorsichtig angehen. Das können neue Malware-Varianten sein, gefährliche Software für gezielte Angriffe oder PUPs (potenziell unerwünschte Programme), die deinem System schaden könnten.
Achte außerdem genau darauf, ob dieselbe Datei oder derselbe Prozess mehrere Warnmeldungen auslöst. Und wenn du immer wieder dieselben Warnungen siehst, selbst nachdem du versucht hast, die Bedrohung zu entfernen, bedeutet das wahrscheinlich, dass die Infektion nicht vollständig beseitigt wurde. Du solltest auch Warnmeldungen im Zusammenhang mit ungewöhnlichem Systemverhalten – wie Leistungsverluste, Abstürze oder ungewöhnliche Netzwerkaktivitäten – ernst nehmen und überprüfen.
Deaktivierte Sicherheitssoftware
Wenn deine Antivirus-Software, Firewall, System-Updates oder andere Sicherheits-Tools deaktiviert sind – obwohl du das nicht gemacht hast – könnte das bedeuten, dass dein Computer gehackt oder kompromittiert wurde. Viele Arten von Malware deaktivieren oder manipulieren Sicherheitsmaßnahmen, sobald sie installiert sind, um nicht entdeckt oder entfernt zu werden.
Achte auf Anzeichen wie:
- Deaktivierte oder blockierte Antivirus-Software;
- Fehlgeschlagene Neuinstallationsversuche für Sicherheitssoftware;
- Geänderte Firewall-Regeln oder deaktivierter Firewall-Dienst;
- Fehlende Sicherheits-Apps oder veränderte Programmdateien;
- Blockierte oder fehlgeschlagene System-Updates.
Andere Anzeichen dafür, dass dein Computer gehackt wurde
Nicht jeder Computer-Hack zeigt dieselben Warnzeichen. Hier sind noch ein paar weitere Hinweise, auf die du achten solltest:
- Dateien fehlen oder zeigen neue Endungen wie .locked oder .encrypted;
- Browser-Startseite oder Suchmaschine ändert sich von selbst;
- Zufällige Werbeanzeigen poppen auf, nachdem du kostenlose Software installiert hast;
- Maus bewegt sich oder klickt von selbst, obwohl du nichts gemacht hast;
- Der Laptop-Akku wird schneller leer als sonst.
Was solltest du tun, wenn dein Computer gehackt ist?
Ein gehackter Computer verursacht viel Stress. Aber wenn du ruhig bleibst und schnell handelst, kannst du den Schaden begrenzen. Hier sind ein paar Schritte, die du sofort unternehmen kannst:
1. Internetverbindung trennen
Zieh dein Ethernet-Kabel raus, schalte das WLAN aus oder aktiviere sofort den Flugmodus. Durch das Trennen deiner Internetverbindung schneidest du dem Hacker den Zugang ab. Malware kann dann nicht mehr mit ihrem Kontrollserver kommunizieren, und eine Infektion kann sich nicht auf andere Geräte in deinem Netzwerk ausbreiten.
2. Ändere deine Passwörter mit einem sicheren Gerät
Aktualisiere die Passwörter für deine wichtigen Konten von einem sicheren Gerät aus – wie einem Handy, Tablet oder einem anderen Computer. Fang mit deiner E-Mail, Online-Banking und Cloud-Speicher an. Jedes neue Passwort sollte einzigartig sein und Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.
3. Mach einen vollständigen Antivirusscan
Verwende ein zuverlässiges Antivirus-Programm für einen vollständigen Systemscan. Vollständige Scans dauern länger als schnelle oder partielle Scans, decken aber alles ab – einschließlich Dateien, Ordner, laufende Prozesse und wichtige Systemeinstellungen. Wenn irgendwas Verdächtiges auftaucht, folge den Anweisungen, um die Datei zu entfernen oder unter Quarantäne zu stellen.
4. Kontaktiere deine Bank und andere wichtige Dienste
Wenn du den gehackten Computer für Online-Banking, Shopping oder Zahlungen genutzt hast, kontaktiere sofort deine Bank, dein Finanzinstitut oder dein Kreditkartenunternehmen. Lass deine Konten überwachen oder bei Bedarf sogar vorübergehend sperren. Informiere auch andere Dienste, die sensible Informationen speichern, wie deinen E-Mail-Anbieter oder deinen Arbeitgeber, falls es ein Arbeitsgerät ist.
So kannst du deinen Computer vor Hackern schützen
Es gibt keine hundertprozentig sichere Lösung, aber mit den richtigen Schutzmaßnahmen kannst du Hackern das Hacken deines Computers erheblich erschweren. Hier sind einige praktische Tipps, mit denen du die Sicherheit deines Computers verbessern kannst.
Verwende starke Passwörter und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung
Erstelle starke, einzigartige Passwörter für alle deine Online-Konten, besonders für deine E-Mail, Banking und andere sensible Dienste. Starke Passwörter haben Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen. Dadurch sind sie schwer zu erraten oder zu knacken.
Denk auch dran, 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) einzuschalten, wann immer dies möglich ist. Das bedeutet, dass du noch einen zusätzlichen Verifizierungsschritt durchlaufen musst, bevor du dich bei deinem Konto anmelden kannst. Selbst wenn jemand irgendwie an dein Passwort kommt, kann er ohne den zweiten Verifizierungsschritt nicht auf dein Konto zugreifen.
Installiere ein vertrauenswürdiges Antivirus-Programm
Hol dir ein zuverlässiges Antivirus-Programm, wie Surfshark Antivirus. Das ist wichtig, weil Hacker oft Computer mit Viren und Malware angreifen.
So kann dir Surfshark Antivirus helfen:
- Der Echtzeitschutz scannt kontinuierlich deine Dateien, Downloads und Aktivitäten, um Malware abzufangen und unschädlich zu machen, bevor sie die Kontrolle über deinen Computer übernehmen oder sich auf deine anderen Geräte ausbreiten kann;
- Geplante und On-Demand-Scans erwischen Bedrohungen, die unbemerkt durchgeschlüpft sind oder erst später aktiv werden, wie Ransomware oder Keylogger, und verhindern so, dass Hacker sie ausnutzen können;
- Web-Schutz blockiert den Zugriff auf gefährliche Webseiten und Apps, bevor sie schädliche Malware über gefälschte Links, Pop-ups oder infizierte Dateien verbreiten können.
Klicke nicht auf verdächtige Links und lade keine unbekannten Dateien herunter
Viele Hackerangriffe beginnen mit einem einzigen Klick – ein Link, der echt aussieht, oder eine Datei, die harmlos wirkt. Cyberkriminelle versuchen oft, über diese Wege Schadsoftware auf dein System zu schleusen, um an deine vertraulichen Daten zu kommen oder sogar die Kontrolle über deinen Computer zu übernehmen. Diese Fallen findest du oft in Phishing-E-Mails, gefälschten Software-Updates oder gefälschten Websites, die legitime Websites imitieren.
Wenn du dieses Risiko minimieren willst, solltest du ganz genau hinschauen, was du anklickst und runterlädst. Schau dir die Absenderadresse an, fahr mit der Maus über Links, um zu sehen, wohin sie führen, und lade nur Software oder Anhänge von offiziellen oder vertrauenswürdigen Quellen herunter. Wenn du dir nicht sicher bist, klicke besser nicht darauf.
Schütze deinen Internetverkehr mit einem VPN
Ein zuverlässiges VPN (Virtual Private Network) wie Surfshark VPN verschlüsselt deinen Internetverkehr und schützt deine Online-Aktivitäten.
Selbst wenn jemand dein Netzwerk ausspioniert (z. B. über öffentliches WLAN), macht es ein VPN schwieriger, deine Daten zu lesen oder zu manipulieren. Du kannst dich so vor dem Abgreifen von Anmeldedaten, dem Einschleusen von Schadcode oder dem Hijacking deiner Sitzung schützen – alles gängige Methoden, mit denen Hacker Zugriff auf deinen Computer bekommen.
Außerdem verbirgt ein VPN deine echte IP-Adresse. Angreifer können deinen Computer bei IP-basierten Angriffen wie Brute-Force-Versuchen viel schwerer erkennen, lokalisieren oder direkt angreifen.
Andere Wege, deinen Computer vor Hackern zu schützen
Da Hacker immer kreativer werden, solltest du dich gut absichern. Hier sind ein paar einfache Sicherheitsmaßnahmen, mit denen du deine Abwehr verstärken kannst:
- Installiere die neuesten Updates für dein Betriebssystem, deinen Browser, deine Apps, Plugins und andere Software. Diese Updates haben oft die neuesten Sicherheitspatches für Schwachstellen, die Hacker ausnutzen könnten;
- Aktiviere die Firewall deines Computers, um ein- und ausgehende Verbindungen zu filtern und unbefugten Zugriff zu blockieren;
- Nutze öffentliche WLAN-Netzwerke nur mit einem VPN, damit deine Daten vor Schnüfflern oder Abhörern sicher sind;
- Sichere deine wichtigen Daten regelmäßig, damit du nicht alles verlierst, wenn Ransomware oder andere Angriffe dein System treffen.
Bleib wachsam und schütze deinen Computer
Niemand kann dir garantieren, dass dein Computer immer 100 % sicher bleibt. Deshalb solltest du immer aufpassen und auf Warnsignale achten. Dazu können Leistungsverluste, unaufgeforderte Passwortänderungen oder ungewöhnliche Kontoaktivitäten gehören.
Auch einfache Sicherheitsmaßnahmen können das Infektionsrisiko senken. Klicke nicht auf verdächtige Pop-ups oder Links. Verwende starke, einzigartige Passwörter. Wenn du noch mehr Schutz willst, probier mal Surfshark Antivirus aus – das ist im Surfshark One-Paket mit dabei – um nach Hackerangriffen aufzuräumen und zukünftige Bedrohungen zu blockieren.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich erkennen, ob jemand auf meinen Computer zugegriffen hat?
Ja, oft kannst du anhand von Warnzeichen erkennen, ob jemand auf deinen Computer zugegriffen hat. Dazu gehören weniger Leistung, gefälschte Antivirus-Software-Meldungen auf deinem Desktop oder Browser, unbefugte Passwortänderungen und ungewöhnliche Kontoaktivitäten.
Kann ein Hacker zurückverfolgt werden?
Ja, ein Hacker kann in manchen Fällen zurückverfolgt werden. Manchmal kannst du einen Angriff mithilfe von Protokollen, Malware-Forensik und der Unterstützung deines Internetdienstanbieters (ISP) oder der Strafverfolgungsbehörden mit einem Gerät, einem IP-Bereich oder einem Land in Verbindung bringen.
Die meisten erfahrenen Angreifer verwischen jedoch ihre Spuren mithilfe von Proxys, Tor (The Onion Router) oder gestohlenen oder kompromittierten Infrastrukturen wie gekaperten Servern. Daher ist es nicht immer einfach oder möglich, den Urheber eines Hackerangriffs zu identifizieren.
Was sollte ich als Erstes ändern, wenn ich gehackt wurde?
Wenn du gehackt wurdest, solltest du als Erstes deine Passwörter ändern. Fang mit den wichtigsten Online-Konten an, einschließlich deiner E-Mail, Bankkonten und Zahlungs-Apps sowie anderen Diensten mit sensiblen persönlichen oder finanziellen Informationen. Dann kannst du zu weniger kritischen übergehen, wie soziale Netzwerke oder Community-Foren.
