Du hast kein Problem mit der öffentlichen Weitergabe deiner Anschrift, deinen aktuellen Standorts, Browserverlaufs oder von Details zu deinen Einkäufen und Transaktionen? Wahrscheinlich nicht. Aber wenn du einen mobilen Browser benutzt, der deine Privatsphäre gefährdet, könnte das nur ein Bruchteil der Daten ausmachen, die erfasst werden. Ein Browser erfasst sogar Inhalte aus privaten Chats.
In dieser Studie haben wir uns die Datenschutzhinweise im Google Play Store näher angeschaut, um zu erfahren, wie die beliebtesten mobilen Browser Daten erheben und verarbeiten.
In welchem Umfang erfassen mobile Browser deine Daten?
Unsere Studie hat ergeben, dass für 15 der beliebtesten Browser ein besonders hohes Datenschutzrisiko besteht. Basierend auf den Datenschutzrichtlinien im Play Store, sind Yandex, Microsoft Edge und Google Chrome die wohl datenhungrigsten Browser. Laut Play Store erfasst Yandex 25 von 38 verschiedenen Datentypen, Microsoft Edge kommt auf Ganze 20 und Google Chrome auf 19. In einer früheren Studie¹ war Google Chrome noch der Spitzenreiter in Sachen Datenerfassung ist im App Store. Neuen Erkenntnissen zufolge zeigt sich jedoch mittlerweile, dass Microsoft Edge an Chrome vorbeigezogen ist und noch mehr Daten abgreift. Zudem haben wir in dieser Studie das Feld aller untersuchten Browser um weitere Plattformen ergänzt.
Die drei datenhungrigsten Browser erfassen Informationen aus einer breiten Palette von Kategorien, darunter App-Aktivitäten, App-Infos und -Leistung, Audio, Geräte- oder andere IDs, Finanzinfos, Fotos und Videos, persönliche Daten sowie den Web-Browserverlauf. Zusätzlich tracken sowohl Google Chrome als auch Yandex Standortdaten. Microsoft Edge und Yandex greifen zudem auf Kontakte sowie Dateien und Dokumente zu. Dabei ist Yandex auch der einzige Browser von allen, der Nachrichten aus Apps erfasstt, die private Chats von Nutzern enthalten könnten.
Die Browser, die deine Privatsphäre am besten schützen, sind Brave, Tor und Mi Browser. In den Datenschutzrichtlinien des Play Stores steht, dass sie keine Nutzerdaten erfassen. Samsung Internet, Ecosia und DuckDuckGo scheinen darüber hinaus einen ebenso großen Wert auf den Datenschutz zu legen, da sie nur eine begrenzte Anzahl von Datentypen erfassen, wie zum Beispiel App-Interaktionen oder Absturzprotokolle. Allerdings erfasstt Ecosia zusätzlich auch E-Mail-Adressen und Telefonnummern, während Samsung Internet Geräte- oder andere IDs speichert. Trotz dieser kleinen Unterschiede erfassen diese Browser immer noch deutlich weniger Daten als die Spitzenreiter unseres Risikorankings.
Browser wie Phoenix und Opera erfassen im Vergleich zu Browsern mit Schwerpunkt auf Datenschutz relativ viele Nutzerdaten, wobei Phoenix 13 Datentypen und Opera 9 Datentypen erfasst. Andere Browser, darunter auch Firefox, Safari, Aloha und der UC Browser, sind wiederum etwas zurückhaltender und erfassen zwischen sechs und acht Datentypen. In diesem Blogbeitrag² wird Mozilla Firefox auch als eine der datenschutzfreundlichsten Browser vorgestellt. Dafür gibt es vor allem zwei Gründe: Mozilla legt schon lange Wert auf die Privatsphäre seiner Nutzer und wird von der gemeinnützigen Mozilla Foundation betrieben.
Eine vollständige Aufschlüsselung, wie mobile Browser Daten erheben und verarbeiten, findest du unterhalb in der Grafik.
Wozu erfassen mobile Browser deine Daten?
Wenn du nachvollziehen möchtest, warum mobile Browser Nutzerdaten erheben, solltest du auch darauf achten, um welche Daten es sich handelt. Der Play Store listet sieben Hauptzwecke für die Datenerhebung³ auf, die unterschiedliche Auswirkungen auf deine Privatsphäre haben können.
Kontoverwaltung: Daten werden zur Erstellung von Konten, zur Anmeldung bei der App und zur allgemeinen Kontoverwaltung genutzt. Sieben von 15 analysierten mobilen Browsern erfassen Daten zu diesem Zweck:
Yandex erfasst 7 Datentypen; Google Chrome, Microsoft Edge und UC Browser jeweils 5; Firefox 2; Aloha und Phoenix jeweils 1.
Werbung oder Marketing: Die Daten werden genutzt, um Werbung oder Werbemittel anzuzeigen, diese gezielt zu platzieren oder um Daten mit Werbepartnern zu teilen. Fünf von 15 mobilen Browsern erfassen Daten zu diesem Zweck: Yandex erfasst 7 Datentypen; Phoenix 3; Microsoft Edge und Opera jeweils 2; Firefox 1.
App-Funktionalität: Diese Daten werden für Funktionen in der App genutzt. Zwölf von 15 mobilen Browsern erfassen Daten aus diesem Zweck: Google Chrome erfasst 16 Datentypen; Microsoft Edge 15; Yandex 12; Phoenix 7; Firefox 6; Safari 4; DuckDuckGo, Ecosia, Samsung Internet und UC Browser jeweils 2; Aloha und Opera jeweils 1.
Analytik: Es werden Daten erfasst, aus denen hervorgeht, wie du die App nutzt und wie sie betrieben wird. Elf von 15 mobilen Browsern erfassen Daten zu diesem Zweck: Yandex erfasst 14 Datentypen; Google Chrome 12; Phoenix 11; Opera 8; Safari und Microsoft Edge jeweils 5; Firefox, UC Browser und DuckDuckGo jeweils 4; Ecosia und Aloha jeweils 2.
Entwicklerkommunikation: Es werden Daten erfasst, um Neuigkeiten oder Benachrichtigungen über die App oder das Entwicklerteam zu senden. Drei von 15 mobilen Browsern erfassen Daten zu diesem Zweck:
Google Chrome, Aloha und Phoenix erfassen jeweils 1 Datentyp.
Betrugsprävention, Sicherheit und Compliance: Es werden Daten für Betrugsprävention, Sicherheit oder zur Einhaltung von Gesetzen erhoben. Fünf von 15 mobilen Browsern erfassen Daten zu diesem Zweck:
Yandex erfasst 7 Datentypen; Google Chrome 5; Firefox 2; Microsoft Edge und Opera jeweils 1.
Personalisierung: Es werden Daten erhoben, um deine App anzupassen, zum Beispiel um dir empfohlene Inhalte oder Vorschläge anzuzeigen. Acht von 15 mobilen Browsern erfassen Daten zu diesem Zweck:
Phoenix und Yandex erfassen jeweils 8 Datentypen; Google Chrome 6; Opera, Safari und UC Browser jeweils 2; Firefox und Microsoft Edge jeweils 1.
Weitergabe deiner Daten an Dritte
Einige mobile Browser erfassen nicht nur Nutzerdaten, sondern geben diese Infos auch an Dritte weiter, was zusätzliche Datenschutzrisiken zur Folge hat. Wenn deine Daten den ursprünglichen Anbieter verlassen, können diese für Zwecke wie gezielte Werbung oder Analysen verwendet werden. Dies geschieht oft ohne Transparenz und Übereinstimmung mit dem Nutzer. Browser können so ungestört ein Profil über dich erstellen, das bei Datenpannen womöglich öffentlich zugänglich wird und massiv auf deine Privatsphäre eingreift.
Unsere Recherche hat außerdem ergeben, dass 5 aus 15 der untersuchten mobilen Browser Nutzerdaten an Dritte weitergeben:
- Phoenix: Geräte- oder andere IDs, App-Interaktionen, Absturzprotokolle, Diagnosedaten und andere App-Leistungsdaten;
- Microsoft Edge: Genauer Standort, ungefährer Standort und Nutzer-IDs;
- Aloha: Genauer Standort, ungefährer Standort und Absturzprotokolle;
- Opera: Geräte- oder andere IDs;
- Yandex: Zahlungsinformationen der Nutzer.
Da diese fünf Browser deine Daten an Dritte weitergeben, solltest du dir die Datenschutzrichtlinien unbedingt genauer ansehen und folgende Methoden berücksichtigen, wenn du einen Browser suchst, der deinen Datenschutzanforderungen entspricht.
Agentenbasierte KI-Browser
Die neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz haben eine ganz neue Art von Webbrowsern hervorgebracht: die sogenannten agentenbasierten KI-Browser. Im Gegensatz zu herkömmlichen Browsern, die primär Inhalte anzeigen, sind diese KI-Browser darauf ausgelegt, Nutzer aktiv bei ihren Aufgaben im Web zu unterstützen. Mithilfe von eingebauten KI-Agenten können diese Browser deine Tabs sortieren, E-Mail-Entwürfe erstellen, Nachrichten aus verschiedenen Quellen zusammenfassen und sogar für dich online einkaufen.
Zwei der beliebtesten agentenbasierten KI-Browser sind Atlas von ChatGPT und Comet von Perplexity⁴. Obwohl Atlas im Oktober 2025 veröffentlicht wurde, steht er aktuell noch nicht im Google Play Store zum Download bereit. Im Gegensatz dazu bietet der im Juli 2025 gestartete Comet-Browser von Perplexity ähnliche KI-gesteuerte Assistenten an und ist bereits im Play Store erhältlich. Die Funktionen stehen Android-Nutzern somit direkt zur Verfügung.
In puncto Datenschutz haben wir sowohl ChatGPT als auch den Browser Comet von Perplexity analysiert, da Atlas noch nicht im Play Store verfügbar war. Comet erfasst 14 verschiedene Datentypen, während ChatGPT 10 erfasst. Beide Apps geben zudem Geräte- oder andere Informationen an Dritte weiter. Comet erfasst Informationen wie den Web-Browserverlauf, E-Mail-Adressen, App-Interaktionen, den genauen Standort und Leistungsdaten. ChatGPT erfasst von Nutzern generierte Inhalte, App-Interaktionen, E-Mail-Adressen, Namen und Leistungsdaten. Der Umfang an Daten, die erfasst werden, macht agentenbasierte KI-Browser für datenschutzbewusste Nutzer daher weniger attraktiv als Andere.
Marktanteile mobiler Browser
Untersuchungen zeigen, dass drei Browser 94 % des weltweiten Marktanteils bei mobilen Browsern ausmachen. Chrome führt mit 68,5 %, gefolgt von Safari mit 22 % und Samsung Internet mit 3,5 %.
Chrome hat in 154 von 160 untersuchten Ländern den größten Marktanteil, oft über 50 %, und wird nur in ein paar Ländern mit hohem Einkommen von Safari übertroffen. Dazu gehören die USA, Kanada, Dänemark, Norwegen, Schweden und die Schweiz.
Samsung Internet hat mit 25,5 % den größten Marktanteil in Südkorea, der dem Heimvorteil gutzuschreiben ist. Zudem befindet sich Samsung Internet in allen analysierten Ländern unter den 5 besten Browsern und belegt somit in 115 Ländern den dritten Platz, direkt gefolgt von Chrome und Safari.
Auch wenn Chrome, Safari und Samsung Internet weltweit anführen, haben sich andere Browser derweil große Marktanteile in bestimmten Regionen gesichert. In afrikanischen Märkten schneidet Opera zum Beispiel besonders gut ab und erreicht in Nigeria 30,5 % und in Kenia 24 %. Tatsächlich befinden sich Operas zehn größten Märkte alle in Afrika. Der Yandex-Browser hat in Russland mit 17,8 % den stärksten Marktanteil. Inzwischen hat Edge die größten Marktanteile im asiatischen Raum, darunter China, Taiwan, Hongkong und Japan.
Datenschutzrisiken von Browsern im Ländervergleich
Wir wollten wissen, welche Länder die geringsten und größten Datenschutzrisiken mit sich bringen und haben untersucht, welche Browser vor Ort genutzt werden. Je nach Browser haben wir das Risiko für Datenrisiken ermittelt und eine entsprechende Bewertung erstellt. Diese Bewertung hing davon ab, wie viele Daten der Browser erfasst und an Dritte weitergibt. Des Weiteren haben wir für jedes Land ein Profil erstellt, worin hervorgeht, wie sehr der Datenschutz für Einzelpersonen gefährdet ist. Die Werte aus dem Profil haben wir dann nach dem Marktanteil der mobilen Browser in jedem der 160 untersuchten Länder zusammengefasst. Je höher die Punktzahl, desto größer der Anteil an Menschen in einem Land, die datenhungrige Browser nutzen.
Unsere Ergebnisse zeigen, dass Menschen in Norwegen, Südkorea, Schweden, der Schweiz, Dänemark, Kanada, den USA und Taiwan im Durchschnitt Browser nutzen, die die Privatsphäre überwiegend bewahren.
Ein genauerer Blick auf die Regionen zeigt:
Europa:
Geringstes Datenschutzrisiko: Norwegen, Schweden, Schweiz und Dänemark.
Höchstes Datenschutzrisiko: Russland, Ungarn, Bulgarien und Serbien.
Nordamerika:
Geringstes Datenschutzrisiko: Kanada, USA, Puerto Rico und Jamaika.
Höchstes Datenschutzrisiko: Kuba, Mexiko, Nicaragua und Haiti.
Asien:
Geringstes Datenschutzrisiko: Südkorea, Taiwan, Japan und Bahrain.
Höchstes Datenschutzrisiko: Philippinen, Myanmar, Indien und Bangladesch.
Ozeanien:
Geringstes Datenschutzrisiko: Australien und Neuseeland.
Höchstes Datenschutzrisiko: Papua-Neuguinea.
Südamerika:
Geringstes Datenschutzrisiko: Uruguay, Kolumbien, Chile und Paraguay.
Höchstes Datenschutzrisiko: Venezuela, Bolivien, Peru und Brasilien.
Afrika:
Geringstes Datenschutzrisiko: Nigeria, Ghana, Mauretanien und Südafrika.
Höchstes Datenschutzrisiko: Äthiopien, Mosambik, Madagaskar und Burkina Faso.
Insgesamt ist Europa der Kontinent mit dem geringsten Datenschutzrisiko, während Afrika und Südamerika die höchsten Werte haben. Nordamerika, Asien und Ozeanien liegen im Mittelfeld.
Die vollständige Bewertung zu den Datenschutzrisiken nach Ländern findest du unten auf der Karte.
Welche Auswirkungen haben datenhungrige Browser für dich?
Je mehr Daten ein Browser erfasst, desto bedeutungsloser wird deine Privatsphäre. Wenn du der Weitergabe deiner Daten zustimmst, verlierst du schnell die Kontrolle darüber, wie deine Daten verarbeitet werden. Deine Surfgewohnheiten und Interessen können höchst sensible Informationen offenlegen, wie Gesundheitsprobleme, deinen finanziellen Status, politische Ansichten oder persönliche Krisen. Diese Informationen können gespeichert, geteilt oder an Dritte verkauft werden – oft ohne Wissen, wer am Ende auf deine Daten zugreifen kann.
Die Folgen sind besorgniserregend: die Erfassung von Daten ermöglicht es Unternehmen, ein digitales Profil von dir zu erstellen, dein Verhalten vorherzusagen und Entscheidungen zu treffen – um dir zum Beispiel unterschiedliche Preise⁵ oder auf deine Bedürfnisse persönlich zugeschnittene Werbung und Angebote anzuzeigen. Ohne es zu merken, könntest du mit bestimmten Ideen, Produkten oder Meinungen konfrontiert werden, die deine Entscheidungen beeinflussen könnten.
Letztlich kann das fahrlässige Teilen persönlicher Daten zu erheblichen Sicherheitsrisiken führen. Wenn ein Unternehmen von einer Datenpanne betroffen ist oder Daten falsch verarbeitet werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass deine Infos durchgesickert sind oder offengelegt wurden. Laut IBM sind die meisten Daten Einzelkunden zuzuordnen, die durch Datenpannen offengelegt oder in die falschen Hände gelangt sind.⁶
So kannst du deine Daten schützen
Wir, bei Surfshark, haben einige praktische Tipps für dich zusammengestellt, damit du dich auch in Zukunft vor datenhungrigen Anbietern schützen kannst und weniger von dir preisgeben musst:
- Teile nur das, was wirklich notwendig ist. Gib nur die Informationen an, die dein mobiler Browser zum Funktionieren braucht, und meide Apps, die unnötig viele Daten anfordern;
- Überprüfe regelmäßig deine App-Berechtigungen. Gewähre keinen Zugriff auf deinen aktuellen Standort, persönliche Inhalte, Informationen zu deinen Finanzen, Kontakten oder deine Kamera, außer, es ist absolut notwendig;
- Nutze starke Passwörter. Verwende Passwörter nicht für mehrere Apps und lege dir bestenfalls einen Passwort-Manager zu, um diese sicher aufzubewahren;
- Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Das gibt deinen Konten einen doppelten Schutz;
- Halte deinen Browser auf dem neuesten Stand. Die Updates beinhalten oft wichtige Sicherheitspatches und Datenschutzoptimierungen;
- Wenn du dir nicht sicher bist, schau nach, ob Daten offengelegt wurden. Mit Tools wie Surfshark Alert kannst du überprüfen, ob deine persönlichen Daten durchgesickert sind.
Methodik und Quellen
Methodik und Quellen
Für diese Studie haben wir 15 beliebte mobile Browser ausgewählt und ihre Datenschutzrichtlinien im Google Play Store analysiert. Unsere Untersuchungen umfassten, wie viele Datentypen jeder Browser erfasst, in welchem Umfang diese an Dritte weitergegeben werden und für welche Zwecke die Daten erfasst wurden. Die Daten für Safari wurden aus dem Apple App Store erhoben und mit Daten aus dem Google Play Store abgeglichen, da Safari nicht im Play Store verfügbar ist.
Wir haben außerdem die Richtlinien für zwei agentenbasierte KI-Browser überprüft: OpenAI Atlas und Perplexity Comet. Da Atlas noch nicht für Smartphones verfügbar ist, haben wir uns stattdessen die Datenschutzrichtlinien von ChatGPT angeschaut und wie deine Daten verarbeitet werden.
Zusätzlich haben wir die 5 meistgenutzten Browser in jedem der 160 analysierten Länder identifiziert. Wir haben das Datenschutzrisiko von Browsern bewertet und mit dieser Formel erstellt: alle erfassten Datentypen inklusive aller Daten, die an Drittanbieter weitergegeben werden. Für jedes Land haben wir die Bewertung für das Datenschutzrisiko eines jeden Top-Browsers mit seinem Nutzungsanteil multipliziert und dann durch den insgesamt genutzten Anteil der fünf beliebtesten Browser in diesem Land geteilt. Diese Anpassung berücksichtigt Browser, die nicht in unserer Studie enthalten waren.
Wenn zum Beispiel der Marktanteil eines Mobile-Browsers in einem Land zu 80 % auf Chrome, zu 15 % auf Safari und zu 5 % auf Samsung Internet entfällt, würde die Bewertung des Datenschutzrisikos des Landes wie folgt berechnet werden:
(0,8 × 19 [Chromes Privacy-Score]) + (0,15 × 8 [Safaris Privacy-Score]) + (0,05 × 2 [Samsung Internets Privacy-Score]) = 16,5.
Das Endergebnis war eine Bewertung des Datenschutzrisikos auf Länderebene. Durch den Vergleich dieser Ergebnisse zwischen den Ländern konnten wir globale Trends zum Datenschutz bei der Browser-Nutzung ermitteln.
Das komplette Forschungsmaterial hinter dieser Studie findest du hier.
Datenquellen:
Google. Play Store.
Apple. App Store.
Statcounter.
Referenzen
¹Surfshark. Datenhungrige Browser: Die richtige Wahl für 90 % der Nutzer weltweit?
²Surfshark. Die besten Browser für Privatsphäre im Vergleich.
³Google. Informationen zum Abschnitt „Datensicherheit“ bei Google Play.
⁴AIMultiple. AI Web Browsers Benchmark: Complete Selection Guide.
⁵Investopedia. Instacart Was Charging Wildly Diverging Prices for Different Shoppers.
⁶IBM. Cost of a Data Breach Report 2025.
⁷Surfshark. Was ist ein VPN?
Häufig gestellte Fragen
Welche Daten werden von mobilen Browsern erfasst?
Mobile Browser erfassen eine breite Palette an Daten, darunter persönliche Daten wie IP-Adressen, E-Mails und manchmal deinen genauen Standort; Browser- und Suchverlauf; Geräte- und Nutzungsdaten; und in einigen Fällen Finanzinformationen oder von Nutzern erstellte Inhalte. In welchem Umfang Daten erfasst werden, kann je nach Browser und den im App Store angegebenen Datenschutzrichtlinien variieren.
Was kann ich tun, um meine Privatsphäre beim Surfen auf dem Smartphone besser zu schützen?
Du kannst Datenschutzrisiken beim Surfen auf Mobilgeräten verringern, indem du Browser mit Datenschutzfunktionen nutzt, App-Berechtigungen einschränkst und nur Daten weitergibst, die für die Funktion der Apps unbedingt notwendig sind. Ein VPN⁷ (Virtual Private Network) sorgt für mehr Sicherheit, indem es den Internetverkehr verschlüsselt und die IP-Adressen verbirgt, vor allem in öffentlichen Netzwerken. Wenn du deine Browser immer auf dem neuesten Stand hältst, starke und einzigartige Passwörter mit Zwei-Faktor-Authentifizierung benutzt und auf Datenlecks achtest, kannst du deine persönlichen Daten besser schützen und deine Privatsphäre online wahren.
Sind mobile Browser mit Schwerpunkt auf Datenschutz wirklich sicherer?
Mobile Browser, die ihren Schwerpunkt auf den Datenschutz legen, sind in der Regel sicherer für alle, die weniger Daten von sich preisgeben möchten. Sie wurden entwickelt, um das Tracking einzuschränken, die Weitergabe von Daten zu reduzieren und stärkere Standard-Datenschutzeinstellungen anzubieten. Auch wenn kein Browser völlige Anonymität garantieren kann, erfassen diese Browser meist weniger persönliche Daten als die gängigen Browser. Das macht sie zur besseren Wahl für alle, denen Online-Privatsphäre und die Kontrolle über ihre eigenen Informationen besonders wichtig sind.