Wenn du ein Synology NAS (Network Attached Storage) zum Speichern wichtiger Dateien nutzt, sollte die Sicherheit dieses Geräts oberste Priorität haben. Mit einem VPN (Virtual Private Network) kannst du dein Synology NAS ganz einfach schützen, weil es deine Daten sichert und den Fernzugriff sicherer macht.
In dieser Anleitung zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du OpenVPN von Surfshark auf deinem Synology NAS einrichtest. Also, mach einfach mit.
Warum solltest du ein Synology VPN-Setup nutzen?
Bevor wir uns mit der Einrichtung beschäftigen, lass uns erst mal klären, warum du das überhaupt machen solltest. Ein Synology VPN-Setup bietet dir mehrere Schutzebenen für dein NAS:
- Verschlüsselte Verbindungen, die Cyberkriminelle blockieren. Wenn du ein VPN auf deinem Synology nutzt, ist dein Internetverkehr verschlüsselt. Ohne Entschlüsselungscode sind diese Daten unlesbar. Deine Dateien sind also geschützt, wenn du sie auf dein Synology hochlädst – sollte jemand versuchen, sie abzufangen, kann er sie nicht lesen;
- Schutz vor IP- und DNS-Lecks. Wenn dein Synology sich mit dem Internet verbindet, verrät deine IP-Adresse (Internet Protocol), wo dein NAS steht, und die DNS-Anfragen (Domain Name System) zeigen deinem Internetanbieter, auf welche Dienste oder Domains dein NAS zugreift. Ein zuverlässiges Synology VPN-Setup verbirgt all das, indem es deinen NAS-Verkehr und die DNS-Lookups über einen sicheren Server leitet;
- Mehr Privatsphäre für die NAS-Internet-Kommunikation. Dein NAS verbindet sich öfter mit dem Internet, als du vielleicht denkst – für Backups, Cloud-Sync, Updates und Apps. Ein Synology VPN-Setup verschlüsselt diesen Verkehr und hilft dabei, deine Online-Aktivitäten privater zu halten.
So kannst du OpenVPN von Surfshark auf einem Synology NAS einrichten
Für die Einrichtung brauchst du dein Surfshark-Konto, eine OpenVPN-Konfigurationsdatei und ein paar Minuten in den Synology-Einstellungen.
Schritt 1 – Hol dir deine Surfshark VPN-Zugangsdaten
Du kannst nicht einfach deine normale E-Mail-Adresse und das Passwort deines Surfshark-Kontos für dein Synology VPN-Setup nutzen. Es sind spezielle Anmeldedaten erforderlich, die du bei Surfshark extra für dein Synology OpenVPN-Setup generieren kannst.
So bekommst du sie:
- Melde dich bei deinem Surfshark-Konto auf der Website an.
- Gehe zu VPN > Manuelle Einrichtung > Router > OpenVPN.
- Öffne den Anmeldedaten-Tab.
- Klicke auf Anmeldedaten generieren.
- Lass den Tab mit den generierten Daten offen oder speichere sie – du brauchst sie gleich für das Setup.
Schritt 2 – Lade die OpenVPN-Konfigurationsdatei herunter
Als Nächstes braucht dein Synology VPN-Setup eine Konfigurationsdatei. Diese Datei sagt deinem NAS, wie es sich mit einem bestimmten Surfshark-Server verbinden soll. Sie enthält Einstellungen für Verschlüsselung, Protokolle und Routing.
- Öffne den Standorte-Tab.
- Suche dir den gewünschten Serverstandort aus. Wenn du dir nicht sicher bist, wähle den Schnellsten Server oder das Nächstgelegene Land, da diese Optionen meist die besten Geschwindigkeiten bieten.
- Klicke auf das Download-Symbol neben deinem gewählten Standort.
- Wähle UDP herunterladen (UDP ist besser, weil es schneller und in der Regel stabiler ist).
- Speichere die .ovpn-Datei auf deinem Computer.
Schritt 3 – Konfiguriere das OpenVPN-Setup auf dem Synology NAS
Jetzt, wo du deine Zugangsdaten und die .ovpn-Datei parat hast, wird es Zeit, die VPN-Verbindung auf deinem Synology NAS einzurichten:
- Melde dich bei deinem Synology NAS an und gehe, je nach Version, zur Systemsteuerung oder Einstellungen.
- Wähle Netzwerk > Schnittstelle.
- Klicke auf Erstellen/Hinzufügen > VPN-Profil erstellen/VPN erstellen.
- Wähle OpenVPN > Weiter.
- Fülle die folgenden Felder aus:
- Profilname: Surfshark;
- Benutzername/Konto: Der Surfshark Service-Benutzername, den du vorhin generiert hast;
- Passwort: Das Surfshark Service-Passwort, das du vorhin generiert hast;
- .ovpn-Datei importieren/Datei(en) importieren: Lade die OpenVPN-Konfigurationsdatei für dein Synology hoch, die du in Schritt 2 heruntergeladen hast.
- Klicke auf Weiter.
- Setze ein Häkchen bei allen verfügbaren Optionen und wähle Übernehmen (Synology 6.2 NAS).
- Wähle das erstellte Profil > Verbinden.
Dein Synology NAS sollte sich nun mit dem Surfshark VPN-Netzwerk verbinden. Wenn die Verbindung erfolgreich war, ändert sich der Status des Profils zu Verbunden.
Schritt 4 – Prüfe, ob das VPN auf dem Synology korrekt läuft
Es ist immer eine gute Idee, zu kontrollieren, ob alles wirklich funktioniert. Das solltest du überprüfen:
- Mach einen IP-Leck-Test. Nimm einen Computer, der mit demselben Netzwerk wie dein Synology NAS verbunden ist, und geh auf eine Website zur IP-Überprüfung. Wenn alles klappt, sollte der Standort der IP-Adresse mit dem Surfshark-Server übereinstimmen, den du gewählt hast;
- Führe einen DNS-Leck-Test durch. Mach auf einem Computer, der mit demselben Netzwerk wie dein Synology NAS verbunden ist, einen Online-DNS-Lecktest. Wenn das VPN auf dem Synology richtig läuft, sollten keine DNS-Lecks entdeckt werden.
Wenn beide Tests positiv erfolgreich sind, ist dein Synology NAS jetzt sicher mit dem Surfshark VPN verbunden.
Zusätzliche Tipps und Fehlerbehebung
Falls etwas nicht auf Anhieb klappt oder du dein Synology VPN-Setup optimieren willst, können dir diese Tipps helfen.
Wähle das richtige VPN-Protokoll für dein Synology NAS
Obwohl Synology mehrere Protokolle unterstützt, würde ich dir OpenVPN empfehlen:
- Es ist das modernste der unterstützten Protokolle;
- Es bietet die beste Kombination aus Sicherheit und Geschwindigkeit;
- Es wird von vielen unterstützt;
- Es bietet starke Verschlüsselung;
- Es funktioniert gut als Synology VPN.
Beachte die Auswirkung auf die Leistung
Ein VPN fügt Verschlüsselung hinzu, was bedeutet, dass dein NAS etwas härter arbeiten muss. Je nachdem, wie alt dein NAS-Modell ist, kann es sein, dass die Leistung etwas nachlässt. Das ist jedoch normal – kein Zeichen für eine falsche Konfiguration.
Hier sind ein paar Tipps, wie du das in den Griff bekommen kannst:
- Begrenze die Anzahl der gleichzeitigen Verbindungen. Wenn mehrere Geräte gleichzeitig auf das NAS zugreifen, versuche die Last zu reduzieren, indem du schwere Aufgaben limitierst, während das Synology VPN aktiv ist;
- Passe die MTU (Maximum Transmission Unit) an. Manchmal kann die Standard-MTU (Paketgröße) zu Verbindungsabbrüchen führen. Du kannst versuchen, sie zu senken (z. B. von 1500 auf 1472 oder 1400), um die Stabilität zu verbessern.
Überprüfe Router, Firewall und erforderliche Ports
OpenVPN braucht Zugriff auf seinen Port, damit es richtig funktioniert. Wenn dein Router oder deine Firewall den Verkehr blockiert, verbindet sich das Synology VPN nicht.
Der typische OpenVPN-Port ist UDP 1194.
Achte darauf, dass dieser Port weder auf deinem Router noch in einer Firewall blockiert ist.
Nutze dein Synology NAS effektiv mit einem Surfshark VPN
Sobald dein NAS mit dem Surfshark-Netzwerk verbunden ist, hast du einige Synology VPN-Vorteile. Das sind nicht nur nette Extras — sie verbessern wirklich deine Privatsphäre und Sicherheit:
- Verschlüsselte Dateitransfers — wann immer dein Synology NAS Dateien synchronisiert oder Backups macht, sind die Transfers jetzt vor Schnüfflern geschützt;
- Schutz vor Überwachung durch den Internetanbieter (ISP) — dein Provider kann nicht verfolgen, was dein Synology NAS tut, wenn es mit einem VPN verbunden ist;
- Richtiges DNS-Routing, um Lecks zu vermeiden – Der DNS-Leckschutz von Surfshark sorgt dafür, dass keine unverschlüsselten DNS-Anfragen außerhalb des VPN-Tunnels landen.
Hier noch ein paar Wartungstipps, damit alles rund läuft:
- Prüfe die DNS-Einstellungen, um sicherzugehen, dass alle DNS-Anfragen über den Server laufen;
- Überwache aktive Synology VPN-Verbindungen, um sicherzustellen, dass dein Traffic verschlüsselt bleibt;
- Halte deine Firewall-Regeln und Ports auf dem neuesten Stand. Wenn dein Router aktualisiert wird oder die Einstellungen geändert werden, musst du den erforderlichen OpenVPN-Port gegebenenfalls erneut freigeben.
Fazit: mehr Sicherheit mit einem VPN für Synology NAS
Ein Surfshark VPN auf deinem Synology NAS ist eine der einfachsten und effektivsten Möglichkeiten, deine Privatsphäre und Sicherheit zu optimieren. In nur wenigen Schritten wird dein Synology NAS-Traffic privat, sicher und vor neugierigen Blicken abgeschirmt.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Synology NAS als VPN-Server nutzen?
Ja, Synology hat ein eigenes, eingebautes VPN-Server-Paket, mit dem du dein NAS in einen VPN-Server verwandeln kannst.
Ist OpenVPN oder L2TP/IPSec besser für Synology?
OpenVPN ist für Synology besser. Es ist sicherer, zuverlässiger und wird in verschiedenen Netzwerken besser unterstützt. L2TP/IPSec funktioniert immer noch, ist aber älter und leichter zu blockieren.
Was soll ich tun, wenn Surfshark VPN nicht mit meinem Synology verbindet?
Wenn dein Surfshark VPN keine Verbindung zu deinem Synology herstellt, kannst du Folgendes versuchen:
- Überprüfe nochmal deine Surfshark-Zugangsdaten nur für das VPN;
- Achte darauf, dass UDP Port 1194 auf deinem Router nicht blockiert ist;
- Lade eine neue .ovpn-Datei von Surfshark herunter;
- Versuch einen anderen Serverstandort;
- Senke den MTU-Wert, falls die Verbindung zu deinem Synology VPN-Setup immer wieder abbricht.
Macht ein Synology VPN-Setup mein NAS langsamer?
Das kann passieren – besonders bei älteren Modellen mit schwächeren CPUs (Prozessoren). Verschlüsselung braucht mehr Rechenleistung, also ist es normal, dass es manchmal etwas langsamer läuft. Wenn du einen Server in deiner Nähe wählst, hast du in der Regel mehr Geschwindigkeit.
Kann ich eine statische oder dedizierte IP von Surfshark mit Synology nutzen?
Ja, du kannst die statischen IP-Server von Surfshark oder deine eigene IP-Adresse nutzen, wenn sie in deinem Abo enthalten ist. Falls nicht, kannst du sie für wenig Geld dazukaufen. Du kannst die entsprechende OpenVPN-Konfigurationsdatei für dein Synology herunterladen und sie genauso nutzen wie jeden anderen Server. Du kannst die .ovpn-Datei direkt in dein Synology VPN-Setup importieren.
