Klarna ist ein seriöses, lizenziertes Finanzunternehmen mit umfassenden Sicherheitsmaßnahmen. Seine Dienste gelten allgemein als vertrauenswürdig. Klarna ist ein seriöses, lizenziertes Finanzunternehmen mit umfassenden Sicherheitsmaßnahmen. Seine Dienste gelten allgemein als vertrauenswürdig.
Aber sicher bedeutet nicht risikofrei. Wenn du deine Finanzdaten mit Klarna oder ähnlichen Zahlungsplattformen teilst, können sie durch Datenlecks offengelegt werden. Versäumte Klarna-Zahlungen können sich zudem auf deine Bonität auswirken.
Hier erfährst du, wie sicher Klarna ist und wie du dich am besten schützen kannst, wenn du es nutzt.
Was ist Klarna?
Klarna ist ein 2005 gegründetes schwedisches Fintech-Unternehmen, das BNPL-Dienste („Buy Now, Pay Later“, auf Deutsch: „Jetzt kaufen, später bezahlen“) anbietet. Das Prinzip ist einfach: Statt einen Online-Einkauf auf einmal zu bezahlen, kannst du den Betrag mit Klarna in kleinere Raten aufteilen. In vielen Fällen fallen weder Zinsen noch Servicegebühren an.
Beim beliebten Klarna-Modell „Pay in 4“ wird der Kaufbetrag beispielsweise in vier Raten aufgeteilt, die alle zwei Wochen fällig werden. Weitere flexible Zahlungsoptionen ermöglichen es, sofort, nach 30 Tagen oder über eine monatliche Finanzierung mit einer Laufzeit von bis zu 36 Monaten zu bezahlen.
So funktioniert Klarna in der Praxis:
- Du kaufst in einem teilnehmenden Onlineshop ein oder nutzt die Klarna-App.
- Du wählst Klarna an der Kasse als Zahlungsmethode aus. Klarna bezahlt den Händler in deinem Namen.
- Du zahlst den Betrag in den vereinbarten Raten an Klarna zurück. Solange du pünktlich zahlst, hat dies keine Auswirkungen auf deine Bonität.
Mit diesem Konzept ist Klarna in den letzten Jahren massiv gewachsen. Stand 2026 hat die App weltweit über 55 Millionen monatlich aktive Nutzer und arbeitet mit mehr als 1 Million Händlern zusammen, darunter große Einzelhändler wie Nike, H&M und Sephora.
Klarna verfügt außerdem über Banklizenzen in Schweden und Großbritannien. Damit unterliegt das Unternehmen strengen Finanzvorschriften, wie sie auch für traditionelle Banken gelten.
Ist Klarna also seriös? Kurz gesagt: ja. Das Unternehmen ist seit 2015 beim BBB (Better Business Bureau) akkreditiert und mit A+ bewertet. Klarna ist kein dubioser Anbieter, der von heute auf morgen wieder verschwindet, sondern hat sich schnell zu einer der weltweit meistgenutzten Zahlungsplattformen entwickelt.
Ist Klarna sicher?
Die Nutzung von Klarna ist im Umgang mit deinen persönlichen Daten und Zahlungsinformationen grundsätzlich sicher. Das Unternehmen nimmt den Schutz deiner Daten ernst und setzt auf mehrere integrierte Sicherheitsmaßnahmen:
- Verschlüsselung auf Bankenniveau: Klarna schützt alle zwischen dir und seinen Servern übertragenen Daten mit einer 256-Bit-TLS-Verschlüsselung (Transport Layer Security). Deine Kreditkartendaten werden tokenisiert. Das bedeutet, dass die tatsächlichen Kartennummern niemals an Händler weitergegeben werden.
- 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung): Du kannst bei jeder Anmeldung eine zusätzliche Schutzebene hinzufügen, indem du 2FA per SMS oder Authenticator-App aktivierst.
- Biometrische Anmeldung: Die Klarna-App unterstützt auf Mobilgeräten die Authentifizierung per Face ID und Fingerabdruck. Selbst wenn dein Smartphone in fremde Hände gerät, ist der Zugriff auf dein Konto dadurch deutlich erschwert.
- Betrugsüberwachung in Echtzeit: Klarna überwacht Transaktionen fortlaufend und kennzeichnet verdächtige Aktivitäten. Dadurch bleibt das Risiko gering, dass jemand dein Konto für betrügerische Zahlungen missbraucht.
- Käuferschutz: Nach den Käuferschutzrichtlinien von Klarna haben Verbraucher 120 Tage Zeit, einen Kauf zu beanstanden, wenn eine Bestellung nicht ankommt oder beschädigt geliefert wird. Bis zur Klärung des Falls setzt Klarna die Zahlungen aus.
- Datenschutz: Klarna gibt deine Finanzdaten nicht an Händler weiter. Wenn du über Klarna bezahlst, läuft alles über deren eigenes, sicheres Zahlungssystem.
Sicherheitsrisiken bei Klarna
Aus technischer Sicht gilt Klarna als sicher, da die Sicherheitsmaßnahmen dem Standard traditioneller Banken entsprechen.
Aber keine Plattform bietet hundertprozentige Sicherheit.
Bei Klarna hat es in der Vergangenheit einige Sicherheitsvorfälle gegeben, die du kennen solltest:
- Im Jahr 2021 wurden durch einen technischen Fehler kurzzeitig Kontoinformationen einiger Nutzer für andere Personen innerhalb der App sichtbar. Das Problem wurde jedoch schnell behoben. Kreditkarten- oder Bankdaten waren nicht betroffen.
- Ende 2025 wurden durch einen Fehler im Zusammenhang mit neu vergebenen Telefonnummern möglicherweise die Anmeldedaten einer kleinen Zahl von Nutzern offengelegt. Klarna bestätigte, dass nur begrenzte Daten betroffen waren, und fand keine Hinweise auf einen Missbrauch.
- Ebenfalls im Jahr 2025 verbreiteten sich online Gerüchte über die sogenannte „Klarna-Methode“, mit der man angeblich kostenlos an Produkte gelangen könne. Tatsächlich nutzten Betrüger gestohlene Klarna-Konten, um Einkäufe zu tätigen, ohne dafür zu bezahlen. Klarna versicherte seinen Nutzern jedoch, dass ihre Konten geschützt seien, solange sie ihre Anmeldedaten nicht weitergäben.
Keiner der genannten Vorfälle lässt sich als klassischer Hackerangriff oder Datenleck bezeichnen. Sie zeigen jedoch, dass kein digitaler Dienst vollständig vor Sicherheitsrisiken geschützt ist. Positiv ist, dass Klarna schnell auf diese Vorfälle reagiert und seitdem strenge Sicherheitsprotokolle eingeführt hat.
Was sind die Vor- und Nachteile von Klarna?
Klarna ist grundsätzlich eine sichere Zahlungsmethode für Online-Einkäufe. Bevor du dich dafür entscheidest, solltest du jedoch alle Vor- und Nachteile abwägen. Hier findest du einen ausgewogenen Überblick über die Stärken und Schwächen von Klarna:
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Vorteile
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Nachteile
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Zinsfreie Zahlungen, wenn du pünktlich bezahlst
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Mahngebühren, wenn du eine Zahlung verpasst
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Bei „Pay in 4“-Standardplänen ist lediglich eine Bonitätsprüfung ohne Auswirkungen auf den Kreditscore erforderlich
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Erweiterte Finanzierungsoptionen können eine harte Bonitätsprüfung erfordern
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Starke Verschlüsselung und Betrugsüberwachung
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Sicherheitsvorfälle in der Vergangenheit (2021 und 2025)
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Käuferschutz mit einer 120-tägigen Frist zur Anfechtung
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Das Risiko, zu viel auszugeben, steigt, wenn die einzelnen Raten klein wirken
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Deine Zahlungsdaten werden nicht an Shops weitergegeben
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Verpasste Zahlungen können deine Bonität verschlechtern
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Verfügbar bei über 1 Million Händlern weltweit
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Nicht alle Zahlungsmethoden bieten denselben Schutz
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BBB A+-Bewertung und in mehreren Ländern lizenziert
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Klarna sammelt deine Browserdaten über seine App und Browser-Erweiterungen, um Angebote zu personalisieren
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Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Klarna eine zuverlässige und vertrauenswürdige Zahlungsplattform ist. Das größte Risiko liegt wahrscheinlich eher in deinem Ausgabeverhalten als in der Sicherheit. BNPL bedeutet, Schulden aufzunehmen, und bei verschiedenen Einkäufen können sich schnell mehrere Ratenzahlungen ansammeln. Ehe du dich versiehst, schuldest du mehr als gedacht.
Wie bei jedem Online-Dienst besteht jedoch immer das Risiko, dass Ihre privaten Informationen auf irgendeinem Weg in die falschen Hände geraten.
So shoppst du sicher mit Klarna
Wenn du deine Erfahrung mit Klarna noch sicherer machen möchtest, kannst du dich mit folgenden Vorsichtsmaßnahmen schützen:
1. Verwende beim Online-Shopping ein VPN
Ein VPN (Virtual Private Network) verschlüsselt deine Internetverbindung, was besonders wichtig ist, wenn du über öffentliches WLAN einkaufst, z. B. in einem Café oder am Flughafen. Ohne ein VPN könnte jemand im selben Netzwerk deine Daten eventuell abfangen.
Online-Shopping mit einem VPN fügt jeder Transaktion eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzu und erschwert es Hackern, deine Daten zu stehlen.
2. Verwende ein starkes, einzigartiges Passwort
Verwende für dein Klarna-Konto kein Passwort von einer anderen Website wieder. Erstelle ein einzigartiges Passwort, das mindestens 16 Zeichen lang ist und eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Symbolen enthält.
3. Aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung
Klarna bietet dir die Möglichkeit, die Anmeldung mit 2FA zu schützen. Aktiviere die Funktion daher, um von der zusätzlichen Schutzebene zu profitieren. Selbst wenn jemand dein Smartphone in die Hände bekommt und dein Passwort errät, kann die Person bei aktivierter 2FA ohne den zweiten Bestätigungsschritt nicht auf dein Konto zugreifen.
4. Achte auf Phishing-Betrug
Betrüger geben sich häufig als Finanzdienstleister wie Klarna aus. Wenn du eine angeblich von Klarna stammende E-Mail oder SMS erhältst, in der du nach deinem Passwort oder persönlichen Daten gefragt wirst, antworte nicht und öffne keine Links. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Phishing-Angriff, mit dem deine Anmeldedaten abgegriffen werden sollen.
Echte Nachrichten von Klarna stammen von Adressen mit der Domain @klarna.com. Darin wirst du niemals nach vertraulichen Daten wie deinem Passwort gefragt oder auf eine Seite außerhalb der Klarna-Website bzw. -App weitergeleitet.
5. Behalte deinen Zahlungsplan im Auge
Behalte deine monatlichen Raten und Fälligkeitstermine im Blick. Versäumte Ratenzahlungen können Mahngebühren nach sich ziehen und sogar in deiner Bonitätsauskunft vermerkt werden. Die Klarna-App sendet zwar Erinnerungen, doch eigene Kalendereinträge sind eine sinnvolle zusätzliche Absicherung.
6. Halte dich an verifizierte Händler
Nutze Klarna nur über die offizielle App oder auf Händler-Websites, auf denen Klarna als Zahlungsoption angeboten wird. Wenn dir ein Onlineshop oder der Bezahlvorgang verdächtig vorkommt, vertraue deinem Bauchgefühl und brich den Kauf ab.
7. Überprüfe deine Zahlungsmethode
Wenn du dir Sorgen wegen unbefugter Abbuchungen machst, sind Kreditkarten sicherer als Debitkarten, da sie meist einen besseren Schutz vor Betrug bieten. Ein verknüpftes Bankkonto bietet standardmäßig noch weniger Schutz. Wenn etwas schiefgeht, kann es daher schwierig sein, eine Lastschrift zurückzubuchen.
Informiere dich über die sichersten Zahlungsmethoden im Internet, um einen umfassenden Überblick darüber zu erhalten, welche Zahlungsarten dich bei Klarna und anderen Diensten am besten schützen.
Fazit
Für die meisten Nutzer ist Klarna eine sichere, gut regulierte Plattform mit starken Sicherheitsfunktionen, die sowohl deine Daten als auch dein Geld schützen.
Dennoch liegt deine Sicherheit zum Teil in deinen eigenen Händen. Die Zahlungs-App kann dich nicht vollständig vor Phishing-Mails, neugierigen Blicken und anderen Cyberbedrohungen schützen.
Nutze die integrierten Schutzfunktionen von Klarna – etwa 2FA und die biometrische Anmeldung – zusammen mit Online-Datenschutztools wie einem VPN. So bist du deutlich besser geschützt.
Häufig gestellte Fragen
Ist Klarna schlecht für deine Bonität?
Nein, Klarna wirkt sich nicht zwangsläufig negativ auf deine Bonität aus. Bei der Option „Pay in 4“ führt Klarna lediglich eine Bonitätsprüfung durch, die deinen Kreditscore nicht beeinflusst. Bei längerfristigen Ratenzahlungen kann hingegen eine umfassendere Bonitätsprüfung erfolgen. Versäumte oder verspätete Zahlungen können sich dabei negativ auf deine Bonität auswirken.
Klarna meldet dein Zahlungsverhalten an Wirtschaftsauskunfteien wie Experian und TransUnion. Daher ist es wichtig, deine Zahlungen stets pünktlich zu leisten.
Ist die Nutzung von Klarna bei Amazon oder eBay sicher?
Die Nutzung von Klarna auf großen E-Commerce-Plattformen wie Amazon oder eBay ist grundsätzlich sicher, sofern der Dienst dort verfügbar ist. Bei Amazon kannst du Klarna über die Klarna-App oder Browser-Erweiterung nutzen, allerdings ist der Dienst nicht direkt in den Bezahlvorgang integriert. Bei eBay hängt die Verfügbarkeit von Klarna von der jeweiligen Region ab.
Verkauft Klarna meine persönlichen Daten?
Nein, Klarna verkauft keine personenbezogenen Daten, um damit Geld zu verdienen. Wie die meisten digitalen Dienste erfasst Klarna jedoch Nutzungsdaten – über seine Browser-Erweiterungen auch Browserdaten –, um personalisierte Angebote und Werbung anzuzeigen. Diese Berechtigungen kannst du in deinen Konto- und Browser-Einstellungen verwalten.
Was sind die Risiken bei Klarna?
Die größten Risiken bei der Nutzung von Klarna sind Phishing-Betrug, Datenerfassung, übermäßige Ausgaben, Mahngebühren und mögliche negative Auswirkungen auf deine Bonität. Klarna selbst ist grundsätzlich vertrauenswürdig – viele der tatsächlichen Risiken hängen daher davon ab, wie du den Dienst nutzt.
Ist Klarna für Debitkarten sicher?
Ja, die Verwendung deiner Debitkarte mit Klarna ist sicher. Deine Kartendaten werden verschlüsselt und tokenisiert, sodass die Händler, bei denen du einkaufst, sie niemals einsehen können.
Beachte jedoch, dass Zahlungen mit Debitkarten – anders als bei Kreditkarten – direkt von deinem Bankkonto abgebucht werden. Bei einer unbefugten Abbuchung kann es länger dauern, das Geld zurückzuerhalten, als bei einer Kreditkarte.
Kreditkarten bieten in der Regel einen besseren Schutz vor Betrug als Debitkarten. Wenn du die Wahl hast, nutze daher bei Klarna eine Kreditkarte als zusätzliche Absicherung.
Ist Klarna Betrug?
Nein, Klarna ist kein Betrug. Das 2005 gegründete Unternehmen verfügt über Banklizenzen in Schweden und Großbritannien, hat beim BBB die Bewertung A+ erhalten und ging 2025 an der NYSE an die Börse. Mit über 55 Millionen Nutzern weltweit ist Klarna ein vertrauenswürdiger Zahlungsdienst.
Das eigentliche Risiko sind Betrüger, die sich in gefälschten E-Mails oder SMS als Klarna ausgeben. Gib niemals deine Anmeldedaten weiter und öffne keine Links in unaufgefordert zugesandten Nachrichten. Nutze immer die offizielle App oder Website.
